Akkulaufzeit verbessern beim HTC Wildfire S

Einer der Nachteile vieler Smartphones scheint der große Stromhunger und damit verbunden die geringe Akkulaufzeit zu sein. Viele Android-Smartphones halten bei durchschnittlicher Nutzung gerade mal einen Tag durch. So auch das HTC Wildfire S. Hier nun einige Gedanken zur Verlängerung der Akkulaufzeit bei diesem Gerät.

Zunächst gilt: was nicht benutzt wird, sollte abgeschaltet werden. Das gilt für GPS, WLAN und Bluetooth im Besonderen. Beim HTC Wildfire S und bei Androids überhaupt gibt es viele Apps und Widgets, die einen Schnellzugriff auf diese Einstellungen erlauben. Ich nutze das HTC-Widget, welches Buttons für diese Einstellungen bietet und somit mit einem Fingerdruck die Stromfresser ein- und ausschalten kann. Zudem kann man, sofern man nicht bei hellstem Sonnenschein draußen unterwegs ist, die Displayhelligkeit auf 25% reduzieren. Das reicht für Innenräume vollkommen aus.

Natürlich wirkt sich auch die Empfangsstärke enorm auf den Stromverbrauch aus: liegt das Wildfire S in Fensternähe und ist der Empfang gut, so gehen über Nacht gerade einmal 2 bis 5 % der Akkukapazität verloren. Mitten in der Wohnung bei schlectem Empfang sind es hingegen bis zu 30%, die da über Nacht aus dem Akku gesaugt werden. Also: Smartphone über Nacht entweder abschalten, an die Steckdose hängen oder zumindest in guter Empfangslage ablegen.

Interessant ist noch die Nutzung des mobilen Datentransfers per UMTS oder EDGE. Ob diese nun ein- oder ausgeschaltet ist, scheint nicht wirklich einen Unterschied zu machen, solange man keine Daten überträgt. Doch sobald größere Mengen übertragen werden, z.B. beim Surfen auf nicht optimierten Webseiten, geht der Akku schnell zur Neige. Es loht sich also, den jederzeitigen Datenempfang zu deaktivieren und bestimmte Apps nur dann Daten empfangen zu lassen, wenn man manuell eine Aktualisierung anstösst. Das unterstützt Android 2.3 schon ziemlich gut. Weiterhin sollte man prüfen, ob ein alternativer Browser wie Opera Mini in Frage kommt, der den Datenverkehr über einen komprimierenden Proxy lenkt, so dass die Menge an Bytes drastisch reduziert wird, die man versurft. Das spart neben dem Strom auch noch Bandbreite und bei Nicht-Flatrate-Tarifen auch Geld.

Ein deutlicher Stromfresser ist noch unerwähnt geblieben: GPS. Hier kommt es ganz darauf an, wie oft ein GPS-Fix benötigt wird. Bei einer Wanderung, bei der man nur ab und zu mal schauen will, wo man ist, sind Abstände von einigen Minuten sicher akzeptabel. Beim Geocaching hingegen will man wohl kaum nach einigen Schritten minutenlang auf die nächste Entfernungsangabe warten. Hier ist also eine Abwägung zwischen Stromverbrauch und GPS-Notwendigkeit notwendig.

Insgesamt bietet das HTC Wildfire S bzw. Android an sich einige Möglichkeiten, den Stromverbrauch zu senken und die Akkulaufzeit zu verlängern. Von den Traumzeiten, die „normale Handys“ aus der Vor-Smartphone-Ära noch erreichen, wird man aber noch eine Weile weiterträumen können, denn in die flachen und schicken Gehäuse passen nun einmal nur kleine Akkus und deren Kapazität wird von Smartphones wesentlich stärker gefordert als von „normalen Telefonen“.