Brauche ich ein iPad?

Nun ist es also da – das Wunderding von Apple. Flach, schick, minimalistisch, technisch eingeschränkt und mit einem Marketingeffekt versehen, der seinesgleichen sucht. Ganz nüchtern betrachtet ist das iPad auch nur ein mobiler Computer, der für bestimmte Anwendungsszenarien besser, für andere weniger gut geeignet ist. Für viele nicht appleanbetende Computerbenutzer stellt sich nun die Frage: „Brauch ich dieses iPad?“

Gute Frage. Ich möchte diese Frage mal von meinem Standpunkt aus beantworten. Nein, ich brauche es nicht. Ja, wenn ich es hätte, wäre es schon cool. Ein Widerspruch? Nein, einfach eine Kosten-Nutzen-Betrachtung. Wenn ich das iPad als mobiles Medien- und Internetnutzungsgerät verstehe, dann kommt nur die Variante mit UMTS in Frage, sonst beschränkt sich die Mobilität auf die paar drahtlosen Netze zu Hause, bei Schwiegereltern oder Freunden. Und dort steht ja sowieso ein Rechner, mit dem man schnell mal ins Netz gehen kann. Also wäre das iPad für mich nur unterwegs wirklich nützlich. Als Beifahrer im Auto surfen, das wäre nett. Oder im Urlaub abends schnell mal die Schlechtwetteralternativen für den nächsten Tag prüfen. Oder mal schnell bei Google Maps die Wanderroute nachschlagen.

Doch frage ich mich, ob mir diese Anwendungsmöglichkeiten nicht auch ein Netbook mit UMTS-Stick bieten könnte. Ja, könnte es. Zum etwa halben Preis. Die Frage ist also letztendlich: ist mir das tolle Design, 500g Gewichtseinsparung und die Bedienung per Fingerwisch wirklich über 300 Euro mehr wert? Aktuell tendiere ich zur Verneinung dieser Frage. Die Entscheidung pro Netbook und UMTS-Stick trifft der Kopf, der Bauch will das iPad. Klar, wenn mir jemand ein iPad schenken würde, dann … auch wenn es den Elch-Test nicht besteht.