Erster Eindruck vom neuen Peugeot 208 e-HDI

Gestern konnte ich bereits einen ersten Eindruck vom neuen Peugeot 208 e-HDI mit dem 92-PS-Diesel bekommen. Bei der Premiere beim Peugeot-Händler bestand auch die Möglichkeit einer Probefahrt, die ich mir natürlich nicht entgehen lassen konnte. Zur Auswahl standen 2 Benziner und der mittlere Diesel mit 92 PS, den ich bereits aus dem Citroen DS3 kenne. Um den direkten Vergleich zu haben, wählte ich den Peugeot 208 e-HDI mit 92 PS. Hier nun also ein erster Fahrbericht.

Nach dem Einsteigen fallen zwei Dinge sofort auf: das wesentlich kleinere Lenkrad und die Armaturen, die weit nach oben versetzt wurden, so dass man nicht durch den Lenkradkranz, sondern darüber darauf schaut. Zudem war der gefahrere Peugeot 208 in der Version Allure auch mit dem 7-Zoll-Touchscreen samt Navi ausgestattet, was dem Cockpit einen in dieser Klasse eher ungewohnten Look verleiht. Eine bequeme Sitzposition war schnell gefunden, die Sitze sind insgesamt sehr gut, weil straff und mit gutem Seitenhalt. Durch die sehr weit nach oben gezogene Frontscheibe und das (nicht immer serienmäßige) Panorama-Glasdach erscheint der Innenraum sehr hell und luftig – kein Vergleich zum eher niedrigen, dunklen und enger geschnittenen Citroen DS3.
Der Motor ist wie aus dem Citroen gewohnt durchzugsstark, kultiviert und recht sparsam und passt ziemlich gut auch zum Peugeot 208. Das Fahrwerk war eine positive Überraschung: nachdem ich vom Peugeot 205 und 206 sänftenartige Dynamik gewohnt war, konnte der Peugeot 208 hier alle Couchähnlichkeiten ablegen und fährt sich agil und straff. Das kleine Lenkrad mitsamt dem kleinen Wendekreis erhöhen das Gefühl noch, hier sehr zügig und sicher um auch die engsten Kurven zirkeln zu können. Von der Behäbigkeit des Urahnen (Peugeot 205) keine Spur!
Zum Platzangebot weiter hinten: Die Rückbank ist sicher für Kurzstrecken nutzbar, für Kinder vielleicht auch auf längeren Strecken. Der Kofferraum ist erstaunlich groß, wenn man die Klappe öffnet. Denn der Blick vom Fahrersitz aus lässt eher vermuten, dass Peugeot zwischen Rücksitzlehne und Heckklappe nur Platz für ein quergelegtes Baguette eingeplant hat. Doch der Peugeot 208 kann vom gefühlten Platz her mit dem Citroen DS3 durchaus mithalten. Der gefahrene 208er hatte statt des Reserverads den Kompressor an Bord, was für einen weiteren Stauraum unter der Bodenklappe im Kofferraum sorgt.
Alle Materialien fühlen sich durchaus hochwertig an, die Instrumente sind klar ablesbar, die Darstellung auf dem Touchscreen nicht übermäßig verspielt und die Wertigkeit der Innenraumgestaltung geht weit über das hinaus, was Peugeot nur eine einzige Klasse darunter – im 107 – seinen Kunden so zumutet.

Meine Meinung: Erstaunlich dynamisch, erwachsen und solide – das erwartet man nicht unbedingt von einem kleinen Franzosen, dessen Großeltern man schon kennt. Aber der Peugeot 208 weist mit der ungewöhnlichen Cockpitgestaltung eine eigene Note auf und kann sich gegen andere Kleinwagen in seiner Klasse locker durchsetzen.