Fotografieren statt Knipsen

Angesteckt mit dem Fotofieber durch einen begeisterten und begnadeten Fotografenfreund habe ich mich schrittweise vom Knipsen mit einer kompakten Point-and-Shoot-Kamera (Canon Powershot A75) über eine gute, aber doch in ihren Fähigkeiten begrenzte Panasonic Lumix FZ38 nun für einen „richtigen“ Fotoapparat entschieden. Doch die gewählte Canon EOS 550D bzw. das Objektiv EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM machen ja allein noch keine Fotos, dafür ist immer noch der Kopf hinter dem Sucher zuständig. Und wer nicht nur Personen vor Bergen knipsen will, sondern Fotografie als Bildgestaltung begreift, kommt um einige Grundlagen nicht herum.

Einen guten Einstieg bieten da die Fotokurse von Tom Striewisch und Bernhard Vogl. Wer sich durch diese Seiten durcharbeitet und das Benutzerhandbuch seiner DSLR aufmerksam durchliest, hat schon einmal gute Voraussetzungen geschaffen, mit dem Werkzeug „Fotoapparat“ gute Bilder zu erschaffen. Aber erst die Übung macht den Meister und so lernt man mit jedem Foto dazu, auch mit den mißglückten!

Ein wichtiger Punkt scheint mir noch die Zeit nach dem Drücken des Auslösers zu sein. Denn nachdem „das Foto im Kasten ist“, hat man in der Regel – wenn man im RAW-Format fotografiert – eine Vielzahl an Möglichkeiten, aus der Menge der Bytes, die die DSLR erzeugt hat, ein Foto zu schaffen, welches auf Bildschirm, Papier oder Leinwand begeistert. Der Nachteil dabei ist: man muss sich für eine der Möglichkeiten entscheiden. Aber auch hier gilt: mit dem richtigen Werkzeug wie einem RAW-Entwickler a la Aperture, Lightroom, Bibble Pro oder DxO Optics Pro (wofür ich mich entschieden habe) kann man diesen Schritt entspannt angehen.

In loser Folge werde ich in Zukunft meine Erfahrungen im Umgang mit Ausrüstung, Fotosituationen, Fotos und Software beschreiben. An den Umfang der oben erwähnten Foto-Lehrgänge wird das bei weitem nicht heranreichen, aber vielleicht findet der eine oder andere, der sich auch auf dem Weg vom Knipsen zum Fotografieren befindet, da eine hilfreiche Anregung.