Samsung N150 unter Ubuntu 11.10 Oneiric Ocelot

Da das Samsung N150 Netbook nicht mein Hauptrechner ist, bei dem ich auf maximale Verfügbarkeit und Stabilität angewiesen bin, habe ich es gestern abend gewagt und auf das noch sehr frische Ubuntu 11.10 alias Oneiric Ocelot aktualisiert. Gespannt war ich, wie gut die Samsung-Hardware nun von Ubuntu von Haus aus unterstützt wird und ob die Verbesserungen der Unity-Oberfläche mich doch noch zu deren Nutzung bringen können.

Zunächst war das Samsung N150 eine ganze Weile damit beschäftigt, die Pakete via WLAN herunterzuladen. Dann begann die Installation, unterbrochen nur von sehr wenigen Nachfragen. Schließlich wurden einige Pakete deinstalliert, andere aktualisiert und einige zusätzliche installiert. Heute morgen dann endlich erwartete mich ein frisches Ubuntu 11.10 bzw. das „Oneiric Ocelot„, also ein träumerischer Ozelot.

Nach dem Einschalten die erste Enttäuschung: das Display ist viel zu dunkel, offensichtlich wurde die Hintergrundbeleuchtung auf ein Minimum heruntergeregelt. Daher ging mein Griff gleich zur Tastenkombination, die die Helligkeit erhöht. Das war wohl in dieser Phase des Bootens noch ein Fehler, denn anschließend zuckte die Displayhelligkeit hin und her zwischen Minimum und Maximum. Der Balken des entsprechenden Panel-Widgets zuckte fleißig mit, Touchpad und Tastatur allerdings nicht – die ließen sich nicht benutzen. Also noch ein Reboot – das ist ja fast wie bei Windows, so mein Gedanke. Schließlich jedoch bootet Ubuntu 11.10 auf dem Samsung N150 nun doch bis zur Unity-Oberfläche und strahlt mit voller Helligkeit. Also probiere ich, nachdem alle Startprozesse fertig sind, noch einmal die Helligkeitsregelung via Tastenkombination aus. Doch auch dieses Mal werde ich enttäuscht: das Zucken unterbleibt, aber es lässt sich nur zwischen Minimum und Maximum wechseln, Zwischenstufen gibt es so nicht.

Aber meine Skripte zum Regeln der Helligkeit in beliebigen Stufen sind ja auch noch da. Und siehe da – damit klappt alles wieder bestens.

Alle anderen Sondertasten des Netbooks funktionieren: Lautstärke, WLAN, Bluetooth, etc., sogar die Windows-Taste wird von Unity erkannt und zum Einblenden der Suchmaske für Dokumente und Programme genutzt.

Seltsam ist noch, dass im Panel gleich zwei Laufzeitindikatoren zu finden sind, einer scheint direkt von Oneiric Ocelot dort installiert worden zu sein aufgrund der Steuerbarkeit aus der Systemverwaltung heraus. Der andere Indikator im Panel ganz links zeigt nur die Laufzeit und bietet keine Einstellungsmöglichkeiten. Und das Kuriose: beide liegen in der Laufzeitprognose immer um einige Minuten auseinander. Überhaupt ist die Prognose eher wenig brauchbar: sie schwankt innerhalb weniger Minuten nach dem vollständigen Aufladen von dreieinhalb Stunden zu viereinhalb, um kurz darauf wieder etwas über drei Stunden zu nennen. Nach einer kurzen Phase der Inaktivität geht die Anzeige wieder auf über 4 Stunden.

Über Unity wird wohl noch separat zu berichten sein, zunächst werde ich einmal schauen, ob man dem Oneiric Ocelot auch auf dem Samsung N150 mit den Voria-Treibern irgendwie die Steuerung des Backlights beibringen kann. Ein erster Versuch über das Hinzufügen des Voria-Repositorys und das Aktualisieren des Treibers „samsung-backlight“ brachte keine Besserung.

  • Linux taugt halt auf dem Desktop nix, viel zu viel gefrickel. Linux gehört auf dem Server ins Rechenzentrum da funktionier es hervoragend. Auf dem Desktop ist es bei der miesen Benutzerfreundlichkeit nervenkostende Zeitverschwendung.

  • Hallo Marek,

    wie läuft es denn inzwischen? Was ist mit dem WLAN https://wiki.ubuntu.com/HardwareSupport/Machines/Netbooks#Samsung_N150 los?

    Danke soweit für den Bericht.

  • WLAN läuft super, auch gegen eine Fritz!Box 7390.